Wissenswertes über Weisheitszähne

Die sogenannten Weisheitszähne sind die letzten Backenzähne im Ober- und Unterkiefer und werden auch als „Achter“ bezeichnet, da sie die achten Zähne gemessen von der Mitte des Gebisses aus sind. Die „Achter“ können sich vom 14. bis zum 40. Lebensjahr ausbilden. Ist im Gebiss, das beim Menschen normalerweise aus 32 Zähnen besteht, kein Platz mehr für die Weisheitszähne, müssen sie entfernt werden.

Zahnschema

Zahnschema

In der Evolutionsgeschichte des Menschen gab es Zeiten, in denen seine Ober- und Unterkiefer länger waren und ausreichend Platz für die Weisheitszähne boten. Im Gegensatz dazu ist das heutige menschliche Gebiss verkürzt, so dass die letzten Backenzähne beim Durchbrechen und schon zuvor erhebliche Probleme verursachen können.
Die Hauptdurchbruchszeit für die Weisheitszähne liegt dabei im Alter von 18 bis 25 Jahren, sie können jedoch bereits bei 14-Jährigen oder deutlich später bis zum 40. Lebensjahr aus dem Kiefer heraustreten. Sie entwickeln sich auch nicht bei allen Menschen und müssen nicht immer gleich entfernt werden. Finden sie jedoch nicht genug Platz, können sie bereits dann, wenn sie noch im Kiefer liegen und noch nicht herausgewachsen sind, Druck ausüben und Schmerzen hervorrufen. Insbesondere Weisheitszähne, die nur teilweise durchbrechen, verursachen Entzündungen und Schmerzen. Es gibt auch „Achter“, die aus Platzmangel waagerecht wachsen, Nachbarzähne wegdrängen und so Zahnfehlstellungen bewirken oder über die Kau-Ebene hinauswachsen, wenn im Ober- oder Unterkiefer ihr Gegenspieler fehlt. In seltenen Fällen bilden sich bei einem Menschen auch acht statt vier Weisheitszähne aus.
Insbesondere im Fall bereits erfolgter Korrekturmaßnahmen aufgrund eines zu engen Kiefers und bei jungen Zahnspangenträgern wird der Zahnarzt oder Kieferorthopäde die Entwicklung von Weisheitszähnen immer im Auge behalten, um sie entfernen zu können, bevor sie Schaden anrichten. Sind die Weisheitszähne bereits voll entwickelt und gerade gewachsen, kann der Zahnarzt sie im Fall von Schmerzen ebenso behandeln bzw. ziehen wie andere Zähne. Problemlos ist es meist, Weisheitszähne im Oberkiefer zu entfernen. Im Unterkiefer ist dies nicht so leicht, da hier die Lage des Achters im Kieferwinkel die Extraktion (Entfernung des Zahnes) erschwert. Liegen die Weisheitszähne ungünstig im Kieferknochen oder müssen sie aufgrund von Entzündungen herausoperiert werden, ist hierfür häufig der Kieferchirurg zuständig.
Bei einer Operation der Achter handelt es sich um einen oralchirurgischen Eingriff, der unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt wird.

Rauchen sollte nach dem Eingriff unterlassen werden, da bereits eine einzige Zigarette die Durchblutung und damit den Heilungsprozess für eine ganze Stunde stören kann.

Auch solltet Ihr körperliche Anstrengungen (Nachblutungsgefahr) meiden. Nicht bücken, nicht heben. Von Sport muss so lange abgesehen werden, bis ihn der behandelnde Arzt wieder erlaubt. Denn bei sportlichen Aktivitäten besteht die Gefahr, dass die Wunde wieder aufgeht.
Esst erst wieder, wenn das volle Gefühl an der betäubten Stelle wiedergekehrt ist.
Die nächsten 2-3 Tage auf Alkohol verzichten, keine Milch-und Mehlspeisen und nehmt nicht zu heiße und scharfe Dinge zu Euch.Das Wundgebiet für 2-3 Stunden nach dem chirurgischen Eingriff kühlen, indem ihr im Wundbereich ein Kühlkissen auf die Wange legt.

Beim Schlafen während der ersten beiden Tage den Kopf etwas hochlagern. Da eventuell blutiger Speichel aus dem Mund treten kann. Daher Eure Bettwäsche schützen.
Eure Zahnpflege sorgfältig weiter betreiben. Den unmittelbaren Wundbereich vorsichtig reinigen.
Häufiges Spülen schadet. Saugt nicht an der Wunde. Spülen sollt Ihr die nächsten Tage zunächst nur nach dem Essen und dem Zähne putzen mit einer antiseptischen Mundspülung.

Wichtig ist, dass Ihr einen Nachsorgetermin vereinbart, unter anderem, um gegebenenfalls die Nähte entfernen zu lassen.

Durch Stress droht Zahnverlust

Durch Stress droht Zahnverlust

Forscher der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben einen Zusammenhang zwischen Stress und Parodontitis festgestellt. Demnach vernachlässigen gestresste Menschen besonders häufig ihre Mundhygiene, was zu einer Parodontitis führen kann.

Eine der häufigsten Zahnerkrankungen bei Erwachsenen ist die sogenannte Parodontitis, die Zahnbetterkrankung. Übermäßig viele Bakterien, die sich in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischsaum sammeln, sind der Auslöser für eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die sich unbehandelt zu einer Parodontitis entwickeln kann. Häufig verläuft die Erkrankung langsam und schleichend (chronische Parodontitis). Es gibt jedoch auch die aggressive Form der Parodontitis, die schubweise und rasch fortschreitend verläuft. Wird eine Parodontitis nicht behandelt, kann dies im schlimmsten Fall zu einer Zerstörung des Zahnbettes, zum Abbau des Kieferknochens und sogar zum Zahnverlust führen.

Stress als Auslöser für eine Parodontitis

Die Parodontitis wird hauptsächlich durch eine nicht ausreichende Mundhygiene ausgelöst. Eine aktuelle Studie des Institut für Medizinische Psychologie und der Poliklinik für Parodontologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf belegt nun, dass Stress oft die Ursache dafür ist, dass Menschen ihre Zahnpflege vernachlässigen. Dass gestresste Menschen sich seltener die Zähne putzen, hat eine vermehrte Plaquebildung zur Folge – das Risiko für Zahnfleischentzündungen wird dadurch erhöht.

Des Weiteren geht aus der Studie hervor, dass privater oder beruflicher Stress zudem verstärkt Entzündungsreaktionen hervorrufen kann. Die Immunabwehr des Körpers wird geschwächt, die in der Mundflora vorhandenen Bakterien können sich leichter vermehren und die Heilungschancen der Parodontitis werden herabgesetzt.

Gegenmaßnahmen

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sowie Professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt können helfen, der Verschlechterung der Mundhygiene entgegenzuwirken.

Kommt es dennoch zu einer Zahnbetterkrankung, können eine verbesserte Mundhygiene, eine Professionelle Zahnreinigung sowie eine zahngesunde Ernährung den Heilungsprozess unterstützen. Ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten, kann nur noch eine systematische Parodontitsbehandlung helfen.

Während der Nachsorgephase empfiehlt es sich, weiterhin regelmäßig eine Professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Da es sich bei der Parodontitis um eine chronische Erkrankung handelt, muss dies meistens das ganze Leben lang geschehen.

Damit es nicht so weit kommt, sollte also in stressigen Lebenslagen eine besonders gründliche Zahnpflege betrieben werden!

Gerne berät Euch das CeraWhite Team zur Parodontitis-Vorsorge! Wir freuen uns über Euren Anruf unter 0211-30293029.