Hormone und Mundgesundheit

Hormone und Mundgesundheit

Während der Pubertät, der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftretende hormonelle Schwankungen können unter anderem auch die Mundgesundheit negativ beeinflussen. So kann es zum Beispiel zu einer sogenannten hormonellen Gingivitis, einer hormonell bedingten Entzündung des Zahnfleisches kommen.

Bei einer Gingivitis schwillt das Zahnfleisch an und wird stärker durchlässig für schädigende Stoffwechselprodukte von Bakterien. Es kommt auch häufig zu Zahnfleischbluten. Da viele Betroffene Angst vor weiterem Bluten haben, putzen sie sich die Zähne seltener und auch weniger gründlich als bisher. Dadurch können sich dann vermehrt Zahnbeläge bilden, die zu Karies und weiteren Zahnfleischerkrankungen führen.

Gesunde Zähne, strahlendes Lachen !!

Gesunde Zähne, strahlendes Lachen !!

Wie zahnmedizinische Experten wissen, ist jedoch eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene auch bei hormonell bedingten Zahnfleischerkrankungen ein absolutes Muss: einmal zur Behandlung der bereits bestehenden Zahnfleischerkrankung und zweitens zur Vorbeugung bzw. Vermeidung erneuter Erkrankungen im Mundbereich. Anzuraten ist auch eine Professionelle Zahnreinigung (PZR), die in der CeraWhite Praxis durchgeführt werden kann. Bei der PZR werden unter anderem die harten und weichen Beläge entfernt, zudem erhalten die Patienten von unserem CeraWhite Team eine individuelle Anleitung für die Durchführung einer optimalen Mundhygiene. Bei sorgfältiger Pflege klingt die Entzündung anschließend in der Regel nach ein paar Wochen wieder ab.

 

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Zusammenhang zwischen Parodontitis und Demenzentwicklung

Zusammenhang zwischen Parodontitis und Demenzentwicklung

Eine aktuelle Studie belegt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung des Zahnhalteapparates und einer Demenzentwicklung geben kann. Eine Parodontitis erhöht bei älteren Menschen deutlich das Demenzrisiko.

Hilfe bei Demenz

Hilfe bei Demenz

Die Studie US-amerikanischer und dänischer Wissenschaftler kommt zu dem Ergebnis, dass mit einer chronischen Parodontitis auch eine Abnahme der kognitiven Hirnleistungen aufgrund einer Demenzerkrankung einhergehen kann. Für ältere Menschen mit einer bakteriellen Zahnbettinfektion ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz, z. B. auch an Alzheimer, zu erkranken, deutlich höher als für gleichaltrige Menschen ohne Parodontits-Beschwerden. Die Forscher vermuten, dass durch eine Infektion des Zahnhalteapparats auch die Entzündungsreaktionen im Gehirn verstärkt werden, wodurch Gehirnzellen absterben können und eine neurodegenerative Erkrankung gefördert werden kann. Im Rahmen der Studie nahmen zirka 150 Probanden im Alter von 50 bis 70 Jahren an einem Hirnfunktionstest teil. Dabei zeigte es sich, dass bei einer ausgeprägten Parodontitis ein sechsfach erhöhtes Risiko für schlechte kognitive Hirnleistungen besteht. Bei dem Test wurden auch andere Einflussfaktoren wie Geschlecht, Bildungsstand, Tabakkonsum, Body-Mass-Index, Bluthochdruck und Blutfettwerte berücksichtigt.

Bereits eine im Fachblatt Neurology veröffentlichte Studie kanadischer Wissenschaftler der Dalhousie University hatte nachgewiesen, dass nicht nur Diabetes oder Herzprobleme das Risiko einer späteren Demenzerkrankung erhöhen, sondern auch der jeweilige Zustand von Zähnen, Augen, Ohren oder der inneren Organe hierfür ein wesentlicher Faktor ist. An der über einen Zeitraum von 10 Jahren auf der Basis mehrerer Untersuchungen durchgeführten Studie nahmen 7.200 Menschen teil, die zu Studienbeginn 65 Jahre alt waren und auf 19 mögliche Gesundheitsprobleme getestet wurden – darunter auch Zahnerkrankungen. Je mehr gesundheitliche Komplikationen ursprünglich festgestellt wurden, desto höher war auch das Risiko einer Demenzentwicklung in den darauffolgenden zehn Jahren. Bei zuerst völlig gesunden Senioren betrug dieses Risiko 18 Prozent, bei acht Gesundheitsproblemen 30 Prozent und bei zwölf bereits 40 Prozent.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der in der aktuellen Studie offengelegte Zusammenhang zwischen dem Zustand des Zahnhalteapparates und Demenz nicht bedeutet, dass eine Parodontitis zwangsläufig zu einer neurodegenerativen Erkrankung führt, bei einer Parodontitis das Risiko hierfür jedoch deutlich höher ist. Umso wichtiger ist für ältere Menschen eine sorgfältige Mundhygiene und die regelmäßige Kontrolluntersuchung beim CeraWhite Team sowie – sollte doch eine Erkrankung eingetreten sein – die rechtzeitige Behandlung der Parodontitis, um dieses Risiko deutlich zu vermindern.


Lippen-Kiefer-Gaumenspalte – Ursachen der Fehlbildung

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte – Ursachen der Fehlbildung
 

Neben Vererbung können auch eine Röteln-Infektion, ein Folsäuremangel oder die Aufnahme von Nikotin und Alkohol während der Schwangerschaft sowie ein kritisches Alter der werdenden Mutter bei Babys Ursache für das Auftreten einer Fehlbildung an Kiefer oder Gaumen sein, die umgangssprachlich „Hasenscharte“ genannt wird.
Eine rechtzeitige Impfung gegen das Röteln-Virus, die Aufnahme einer entsprechenden Menge an Folsäure und der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol während der Schwangerschaft können das Risiko einer solchen Fehlbildung verringern.
Etwa jedes 500. Baby wird mit einer Fehlbildung an Kiefer oder Gaumen geboren, der sogenannten Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, die umgangssprachlich auch Hasenscharte oder Wolfsrachen heißt. Die Ursachen dafür, dass sich bei den betroffenen Babys während der Embryonalentwicklung Teile der Mundpartie nicht normal entwickeln, sind neben der Vererbung auch ein Folsäuremangel oder eine Infektion mit dem Röteln-Virus während der Schwangerschaft. Eine Röteln-Impfung und die Aufnahme von täglich 0,6 Milligramm Folsäure während der Schwangerschaft beugen daher einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte vor.


Risikofaktoren für diese Fehlbildung sind ebenfalls ein Sauerstoffmangel im Mutterleib oder ein kritisches Alter der werdenden Mutter. So bringen Frauen, die über 35 oder unter 18 Jahre alt sind, häufiger Kinder mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Welt. Aber auch bei Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen, erhöht sich das Risiko einer solchen Fehlbildung. Grundsätzlich raten Kinderärzte Frauen zu einem völligen Verzicht auf Zigaretten und Alkohol während der Schwangerschaft. Babys, die mit einer Kiefer-Fehlbildung zur Welt kommen, kann nach Angabe von Experten heutzutage sehr gut geholfen werden. Sie werden nach der Geburt in Spezialeinrichtungen von plastischen Chirurgen oder Kieferorthopäden behandelt. Hier kann zum Beispiel der Kieferbereich durch operative Maßnahmen remodelliert werden.

Die Wichtigkeit der sorgfältigen Hygiene bei Zahnspangenträgern

Die Wichtigkeit der sorgfältigen Hygiene bei Zahnspangenträgern

Da potenziell pathogene Mikroben auf  Euren Zahnspangen verweilen können, stellt die gute Pflege bei den herausnehmbaren Apparaturen eine große Wichtigkeit dar.
Wie eine neue Studie zeigt, die von Forschern am Londoner UCL Eastman Dental Institute durchgeführt wurde, führt eine unzureichende Reinigung zu einer starken Vermehrung potenziell pathogener (krankmachender) Mikroben wie Hefepilzen oder Staphylokokken auf Zahnspangen. Für die Menschen unter uns mit einem geschwächtem Immunsystem stellt dies ein großes Risiko dar.
Die britischen Wissenschaftler nahmen Proben aus Mündern von Personen ohne Zahnspangen und aus Mündern von Zahnspangenträgern. Die Zahnspangen wurden bei Letzeren regelmäßig aus dem Mund genommen und wieder eingesetzt, ein Vorgang, bei dem das Potenzial für die Übertragung von Mikroben sehr hoch ist. Zwar ist die menschliche Mundhöhle voll von Mikroben unterschiedlichster Arten, die Forscher suchten jedoch nach Mikroben, die hier normalerweise nicht zu finden sind, insbesondere nach Candida, einem Hefepilz, und nach Staphylococcus-Mikroben mit MRSA. Die Wissenschaftler fanden diese Mikroben auf mehr als der Hälfte der von Ihnen untersuchten Zahnspangen. Diese Mikroben fanden sich dann auch auf den Backen und auf der Zunge der Zahnspangenträger.

Lose Zahnspange

Lose Zahnspange

Candida und Staphylococcus verursachen selten Probleme bei gesunden Personen, erweisen sich aber als hochproblematisch bei Personen mit einem gefährdeten Immunsystem. Die Zahnspangenmikroben leben meist in einem Biofilm, d. h. bedeckt von einer Schicht von Schleim, zusammen. Einige dieser Biofilme können nur schwer entfernt werden und weisen oft einen hohen Resistenzgrad gegenüber antibakteriellen Wirkstoffen auf.
Das Bewusstsein der Öffentlichkeit muss daher nicht nur in Bezug auf nosokomiale (Krankenhaus-)Infektionen wachgehalten werden, es ist auch wichtig, auf andere versteckte potenzielle Reservoirs von schädlichen Mikroben zu achten, die die Gesundheit von Menschen ernsthaft zu schädigen vermögen. Dabei ist der Schlüssel zur Reduzierung der Übertragungen vor allem eine sorgfältige Hygiene, die das Cera-White Team und Kieferorthopäden Euch Patienten mit Zahnspangen besonders ans Herz legen sollten. Jeder von Euch, der Zahnspangen handhabt, sollte sich die Hände vor und nach dem Herausnehmen bzw. Wiedereinsetzen waschen. Gründliches Zähneputzen, Putzen der Zahnspange, Zungenreinigung, sowie der Einsatz von Mundwasser kann ebenfalls dabei helfen, Zahnspangen sauber zu halten und Eure Gesundheit zu fördern.

Euer CeraWhite Team

Der stärkste Biss aller Zeiten

Der stärkste Biss aller Zeiten –

der T. rex hatte ihn

Wie Wissenschaftler jetzt herausgefunden haben, war der Tyrannosaurus rex, eine der am weitesten verbreiteten Dinosaurier-Arten, wohl eher kein harmloser Aasfresser, sondern ein Räuber mit enormer Beißkraft. Die bis zu sechs Tonnen schweren Tiere konnten mindestens doppelt so stark zubeißen wie bisher vermutet und übertrafen mit ihrer Beißkraft bei Weitem den Weißen Hai, den gefährlichsten Räuber der heutigen Zeit.

Da von den Dinosauriern ebenso wie von den meisten ausgestorbenen Tierarten nur Skelette übrig geblieben sind, können die Wissenschaftler nur Vermutungen darüber anstellen, wie sie tatsächlich gelebt haben und welche Fähigkeiten sie hatten. Die wissenschaftliche Analyse von Millionenjahre alten Knochen und Zähnen kann jedoch mitunter höchst aufschlussreich sein.

Die "Beisserchen" vom T-rex

Die „Beisserchen“ vom T-rex

Die britischen Wissenschaftler Karl Bates von der University of Liverpool und Peter Falkingham von der University of Manchester erstellten Scans der Schädel eines ausgewachsenen Tyrannosaurus rex und eines Jungtiers sowie – aus Vergleichsgründen – auch eines Schädels einer heute lebenden Alligatorenart und eines Menschenschädels und entwickelten aus den gewonnenen Daten Computermodelle der jeweiligen Schädelmuskulaturen. Mithilfe einer Software konnten die Briten anschließend entsprechende Animationen erzeugen.

Auf diese Weise ließ sich nachvollziehen, mit welcher Kraft sich die Zähne des mutmaßlichen Raubsauriers in ein Beutetier bohren konnten. Die Saurier bissen mit einer Kraft von mindestens 20.000, noch wahrscheinlicher aber mit 35.000 bis 57.000 Newton zu. Damit übertraf die Beißkraft des T. rex die eines Weißen Hais um fast das Doppelte. Zum Vergleich: Ein Mensch beißt mit seinen Kiefern mit einer Kraft von maximal 1.000 Newton zu.

Der deutlich schwächere Kiefer des Tyrannosaurus-Jungtiers vermochte lediglich mit einer Kraft von maximal 4.000 Newton zuzubeißen. Die britischen Forscher erklären sich die schmalere und flachere Schnauze des erst elfjährigen Raubtiers so, dass sich der junge Saurier anders ernährte als die ausgewachsenen Exemplare und vermutlich wesentlich kleinere Tiere erbeutete. Dies verringerte die Nahrungskonkurrenz zu den erwachsenen Vertretern seiner Art.

Die wahrscheinlich größte Beißkraft aller Zeiten, die der Tyrannosaurus rex in die Waagschale zu werfen hatte und die ihn zum vielleicht gefährlichsten Jäger machte, der jemals den Planeten Erde heimsuchte, lässt den Kiefer dieses Raubtiers zu einem einzigartigen Faszinosum werden, der die Wissenschaftler noch viele Jahre beschäftigen wird.


Morbus Crohn kann Parodontitis fördern

Morbus Crohn kann Parodontitis fördern
 
Charakteristische immunologische Mechanismen, die mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn (MC) einhergehen, scheinen die Bedingungen für die Popularisierung parodontitis-assoziierter Keime zu begünstigen.
Parodontitis und Morbus Crohn haben Gemeinsamkeiten hinsichtlich der multi-faktoriellen Ätiologie und der Existenz von genetischen Hintergrundfaktoren. Unklare Schleimhautveränderungen, insbesondere Hyperplasien (Zahnfleischschwellungen), können gelegentlich mit einer entzündlichen Darmerkrankung in Verbindung stehen.

Die chronisch-entzündliche Darmerkrankung

Die chronisch-entzündliche Darmerkrankung

Dabei ist zu beachten, dass je nach Verlauf und Schweregrad Patienten mit MC häufig antiinflammatorische Arzneien (5-Aminosalizylate, Prednison und andere) und teilweise immunsuppressive Medikamente (wie Azathioprin) erhalten, die als dauer- oder verlaufsabhängige Medikation verordnet werden. Die Medikation einerseits und die Erkrankungsphase andererseits (Schub oder Remission) haben wahrscheinlich einen Einfluss auf die Häufigkeit oraler Manifestationen. Eine „Crohn-spezifische“ Parodontitis scheint aber nicht vorzuliegen.
Die sehr hohe Prävalenz parodontitis-assoziierter Anaerobier, insbesondere des Genus Campylobacter, könnte möglicherweise auf Crohn-charakteristische immunologische Mechanismen zurückgeführt werden, die die Bedingungen für die Popularisierung dieser Keime – trotz eher mildem bis moderatem Verlauf der Parodontitis – begünstigen. Ob diese Beobachtungen zukünftig von diagnostischem und gegebenenfalls auch prognostischem Wert sein können, müssen zukünftige Arbeiten zeigen. Folgestudien diesbezüglich laufen derzeit an.

Das CeraWhite Team möchte somit den Morbus Chron Patienten eine regelmäßige Kontrolle und Professionelle Zahnreinigung ans Herz legen.